SeniorAktuell - Internetkriminalität, 08.05.2018

„Trau schau wem!“ gilt auch im Internet

 

Der Abend-Einladung des SeniorenRates zum SeniorAktuell vom 8. Mai 2018 folgten über 50 Menzingerinnen und Menzinger.

Der Mehrzweckraum im Eu konnte den Ansturm kaum fassen und es blieben auch die Reservestühle nicht leer. Die rege benutzte Fragerunde zeugte vom grossen Interesse.

 

Die beiden Spezialisten der Zuger Polizei, Markus Reichen, Dienstchef Wirtschaftsdelikte, und Andreas Eugster, Cyberermittler, fesselten die Zuhörer von Anfang weg. Vor allem anhand von Beispielen nahmen sie uns mit auf eine Reise durch die Tücken

des Internet. Sie zeigten auf, dass sie tagtäglich von den immer raffinierter werdenden Methoden der Internetbetrüger gefordert sind, wirksam Paroli zu bieten.

 

Wie aktuell das Thema rund um Cybercrime – so der englische Fachbegriff – ist, zeigt die Statistik der 2016 verübten Delikte im Kanton Zug. Von 176 ganz unterschiedlichen Tatbeständen fielen mit 106 allein 60 % in die Sparte Internetkriminalität. Also ein brisantes Thema. Eines ist aber allen gemeinsam. Die Täter wollen immer etwas, das sie nicht haben. Und im Thema Cybercrime ist das immer, und ich meine immer, GELD. Der Weg dahin ist der raffinierte, dem viel auf den Leim gehen. Also stellt sich immer die Frage, wie ich mich dagegen schütze, keine ausgenommene Weihnachtsgans zu werden. Also Stichwort: GESUNDER MENSCHENVERSTAND

 

Aus der Trickkiste der beiden Polizisten sind mir drei Schutzmechanismen geblieben. Der erste steht schon im Titel: Frag’ dich immer, ob derjenige oder diejenige, der etwas von dir will – und das ist ja immer der Fall in diesen Fällen – vertrauenswürdig ist. Beispiele dazu sind die Fake-Mails, die angeblich von meiner Hausbank oder meinem Internetprovider oder meinem Softwarelieferant (Microsoft oder Apple) kommen. Etwa mit der Aufforderung,, ich müsse mein Bankkonto überprüfen, ich hätte einen Virus eingefangen und müsse nun eine neue IP-Adresse haben, und dafür einen bestimmten Betrag auf ein Konto überweisen. Alles Quatsch! Es wird mich nie eine Bank oder ein Softwarehersteller per Mail oder per Telefon kontaktieren. Also „trau schau wem!“

 

Der zweite Hinweis: Wähle ein gutes Passwort. Gut ist nicht dasjenige, das ich gut im Kopf behalten kann, sondern eines, das mich vor fremdem Zugriff schützt. Also nicht das Geburtsdatum meiner Mutter oder der Name meiner Lieblingskatze! Das sind nur Zahlen oder nur Buchstaben. Wähle eine für dritte unlogische, nicht nachvollziehbare Kombination von 10 – 15 Zeichen, sicher aber mindestens 8

Zeichen aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, also z.B. 5*aX(4SX°L. Und dann bitte das Passwort nicht in Leuchtschrift auf den Computer-Deckel schreiben!!! Dasselbe gilt übrigens auch für Kreditkarten! Der 4-6-stellige Pin gehört nicht auf die Rückseite der Karte, und auch nicht ins Portemonnaie!!!

 

Und schliesslich der dritte Sicherheitsfaktor: Ein guter Internet-Provider hat einen wirksamen SPAM-Filter und Virenschutz bereits eingerichtet. Wem das nicht reicht, soll sich bei einem IT-Spezialisten informieren, welche Schutzmassnahmen für seinen Gebrauch zweckmässig sind.

Zusammengefasst könnte man sagen:

GESUNDER MENSCHENVERSTAND

+ SICHERES PASSWORT

+ AKTUELLE SOFTWARE

= GUTER SCHUTZ OHNE SCHLAFLOSE NÄCHTE

Weitere Info-Möglichkeiten gibt es viele. Auf der Homepage Schweizerische Kriminalprävention www.skppsc.ch finden sie einige aktuelle Broschüren und Infos zum Herunterladen.

 

Und hier noch eine empfehlenswerte Veranstaltung zu diesem Thema in Menzingen: Am 17. Januar 2019, 14.00,

veranstaltet der Seniorenkreis der Frauen Menzingen einen Info-Anlass zum Thema „Sicherheit im Alter, Enkeltrickbetrug“.

 

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